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WRF-EMS: Eigenes Wettermodell nutzen
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Habt ihr Interesse an einem eigenen Wettervorhersagemodell?
Ja
66%
 66%  [ 12 ]
Nein
11%
 11%  [ 2 ]
Wenn ich mehr darüber erfahre, dann gerne!
22%
 22%  [ 4 ]
Stimmen insgesamt : 18

jusch

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Beitrag Verfasst am: 24.05.10 - 15:25    Titel: »Zitat  

Wetterwarte hat folgendes geschrieben:
Daher gehe ich ohne Linuxkenntnisse mal davon aus, dass hier etwas mit den Rechtevergaben nicht funktioniert hat.


Hast Du als "root" oder als "emsuser" installiert?
Ich würde sicherheitshalber erstmal "emsuser" anlegen, ihm die passende Shell konfigurieren und dann angemeldet als "emsuser" installieren.

Erstens ist damit sichergestellt, daß der User, unter dem die Software später laufen soll, seine eigenen Dateien installiert hat und damit sollte es mit den Besitzer- und Zugriffsrechten keine Probleme geben.

Zweitens stellst Du damit sicher, daß die Installation auch sicher im/unter dem Home-Verzeichnis des Users erfolgt. Das Homeverzeichnis des Users, wohin installiert werden soll, mußt Du ja beim Setup händisch eintragen und das ist eine zusätzliche Fehlerquelle: Du mußt einerseits den Usernamen frei eintragen und als zweites ebenso frei das Homeverzeichnis des Users auf der Festplatte: Das Skript ermittelt NICHT automatisch das richtige Homeverzeichnis des Users (je nach Linuxdistribution, z.B. für User "emsuser" das Verzeichnis "/home/emsuser" oder auch ein anderes), sondern schlägt gnadenlos Verzeichnis "/usr1" oder sowas vor (was wohl bei nur wenigen Distributionen für einen User mit dem Usernamen "usr1" wirklich paßt).

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Wetterwarte

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Beitrag Verfasst am: 27.05.10 - 15:25    Titel: »Zitat  

Die Meldungen treten erneut auf, wenn ich deiner Anleitung folge. Ich habe die Meldung in Google eingegeben und häufig Ergebnisse in Verbindung mit Ubuntu gefunden. Wenn es ein distributionsabhängiger Fehler sein sollte, kann ich es erneut mit einer anderen Plattform versuchen. Ich kümmere mich die Tage mal darum.

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Gruß Thomas

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jusch

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Beitrag Verfasst am: 28.05.10 - 21:32    Titel: »Zitat  

Wetterwarte hat folgendes geschrieben:
Die Meldungen treten erneut auf, wenn ich deiner Anleitung folge. Ich habe die Meldung in Google eingegeben und häufig Ergebnisse in Verbindung mit Ubuntu gefunden. Wenn es ein distributionsabhängiger Fehler sein sollte, kann ich es erneut mit einer anderen Plattform versuchen. Ich kümmere mich die Tage mal darum.


Ich will ja nicht hoffen, daß Du irgendeinen grundlegenden Fehler machst, der mit Deinen geringen Linuxkenntnissen zusammenhängt, also beispielsweise versuchst, die Installation direkt aus der graphischen Benutzeroberfläche heraus mit einem Filemanager aus dem gz-Archiv heraus mit Doppelklick zu starten. Das Skript muß vielmehr erst entpackt und dann in einem Terminal-Fenster am Eingabeprompt gestartet werden.

Dazu mußt Du
1. das gz-Archiv herunterladen,
2. das pl-Skript entpacken und
3. die pl-Skriptdatei "ausführbar machen".
Diese Schritte kannst Du ggf. mit der graphischen Benutzeroberfläche zusammenklicken. Dann muß aber entweder ein "richtiges" oder ein "graphisches" Terminalfenster gestartet werden und
4. spätestens jetzt ein Terminalfenster öffnen (tcsh-Shell)
5. das Skript am Prompt des Terminalfensters starten
6. Rechner nach der Installation der Software einmal neu booten!
7. Einen der beiden Benchmarks vorbereiten und starten.

Also ich habe es wie gesagt mit der Linuxdistribution "Fedora 12" getestet, und damit funktioniert die Installation einwandfrei.

Allerdings funktioniert die EMS-Software nicht mit jedem Prozessor, selbst wenn sie sich einwandfrei installieren läßt. Wie ich herausgefunden habe, sind Pentium-III Prozessoren für die aktuelle EMS-Programmversion nicht geeignet (Installation funktioniert, Programm läuft jedoch nicht).

Meine Vermutung: Aktuelle Softwareversion erfordert Pentium-IV oder neueren Prozessor.

Heute habe ich mal eine andere Rechnerkombination verwendet:
- Linux: Fedora 12 (i686)
- Hardware: Intel Atom D510 mit 1 GB RAM-Speicher
Das Betriebssystem habe ich von der Fedora-12 "Live-CD" gebootet und dann auf Festplatte installiert.

Ergebnis damit: Installation funktioniert, Software läuft.

Ich habe gerade mal einen Benchmark-Test gestartet, scheint alles einwandfrei zu laufen. Wenn ich die Benchmark-Tests habe durchlaufen lassen, kann ich ja mal die Ergebnisse posten.

[Edit/Nachtrag] Irgendwie muß ich nochmal an der Fedora-Installation nacharbeiten: Im Gegensatz zu dem P-III Rechner (auf dem die Software nicht läuft) läuft auf dem jetztigen Atom Rechner (auf dem die Software läuft) die Bildschirm-Fernsteuerung nicht. Jedesmal wenn ich den Bildschirm abstöpsele (den benötige ich für meinen anderen PC, von dem aus ich den Fedora-PC per VNC fernsteuern möchte, scheint der X-Server abzustürzen. Momentan kann man den Fedora-PC nicht mit abgezogenem Monitorkabel per VNC-Fernsteuerung betreiben.

Tja, und solche Inkompatibilitäten bei irgendwas sind es dann, die einfache Rezepte der Art "erst mach dies und dann mach das und es läuft" von Anfang an für die Tonne sind: Bei meinem P-III ist die Bildschirm-Fernsteuerung in der Fedora-12 Standardinstallation überhaupt kein Problem gewesen, und mit diesem anderen PC und ebenfalls Fedora-12 in Standardinstallation läuft das schon wieder überhaupt nicht, weil die Treiberunterstützung der verschiedenen Onboard-Grafikhardware offensichtlich unterschiedlich ist. D.h. Benchmarkergebnisse der EMS-Software von mir werden noch etwas auf sich warten lassen, bis ich das Problem der Fernsteuerung gelöst habe...

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Wetterwarte

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Beitrag Verfasst am: 29.05.10 - 13:34    Titel: »Zitat  

Das Perl-Skript hatte ich vorher schon mit 7-Zip in Windows entpackt, sodass ich die Datei ems_install.pl erhalten habe. Abgelegt wurde Sie auf den Desktop im Ubuntu Betriebssystem. Die Installation erfolgte mit root-Rechten durch den Nutzer emsuser. Unter den Bedingungen konnte ich ab hier alles über das Terminal erledigen.

Als System nutze ich einen Dual-Core. Die Linux-Distribution befindet sich in einer virtuellen Maschine (mit VirtualBox). Zunächst habe ich der Maschine 500 MB Arbeitsspeicher gegeben.

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jusch

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Beitrag Verfasst am: 30.05.10 - 01:11    Titel: »Zitat  

Wetterwarte hat folgendes geschrieben:
Als System nutze ich einen Dual-Core. Die Linux-Distribution befindet sich in einer virtuellen Maschine (mit VirtualBox). Zunächst habe ich der Maschine 500 MB Arbeitsspeicher gegeben.


Unbuntu ist wohl nicht das beste System für eine einfache Anfänger-Installation von wrf-ems.

Ich persönlich kann Fedora-12 empfehlen, damit läuft's ohne große Nacharbeiten am System (aber nicht mit P-III Prozessor).

Also ich habe es unter Fedora-12 jetzt soweit auf einem System mit Atom D510 lauffähig, daß die Benchmarks problemlos durchlaufen (meine Probleme liegen mehr bei der Remote-Fernsteuerung des Rechners ohne Monitor).

Kleines Manko:
Zwar erkennt das Programm die für die Anzahl der vorhandenen Prozessorkerne optimale Anzahl an Threads auf meinem System nicht richtig, sondern mein Atom D510 ist angeblich ein Prozessor mit 2 Kernen, also werden auf dem System nur zwei Threads gestartet (= 2 Prozessoren zu 90..100% ausgelastet). Damit reagiert das System beim Weiterarbeiten mit anderen Anwendungen zwar schnell (weil nicht voll ausgelastet), aber die Benchmarks laufen langsamer als nötig. Wenn ich händisch nacharbeite und dem System mitteile, daß 2 Prozessoren mit 2 Kernen arbeiten, werden beim Benchmark alle vier logischen Kerne des Atom-Doppelprozessors voll ausgelastet. Der arw-Benchmark verkürzt sich dadurch von 142 auf 106 Minuten Laufzeit.

Wie man nun allerdings aus so einem Number-Crunching-Programm irgendwas für die Homepage herausbekommen soll, ist mir aber noch weitgehend unklar. Weder der Simulationslauf noch der Lauf zur Datennachbearbeitung erzeugt irgendwelche Grafiken oder sowas. Aber ich habe auch die meisten der über 200 Handbuchseiten zum System noch nicht gelesen...

[Edit/Nachtrag]
Also es laufen bei mir inzwischen
1. - die beigefügten Benchmarks (Kommandozeilenprogramme)
2. - der Domainwizard dmwiz (Programm für die graphische Benutzeroberfläche)
3. - Simulation mit einer selbst angelegten Domain (dieselben Kommandozeilenprogramme wie beim Benchmark)

Wie gesagt, Fedora-12 installiert und funktioniert mit dem System völlig einwandfrei, damit teste ich hier. Allerdings mußt ich mich erst noch einarbeiten, wie man aus den Simulationsergebnissen irgendwelche darstellbaren Grafiken herausbekommt.

Vielleicht möchtest Du auch eine Fedora-Installation ausprobieren, wenn Du es mit Unbuntu nicht hinbekommst, das System lauffähig zu installieren?

[2. Edit/Nachtrag]
In dem über 200 Seiten starken "EMS Guide" Handbuch habe ich wohl inzwischen die Information gefunden, wie man mit dem Programmpaket Grafiken erstellen kann. Dazu soll wohl das "NAWIPS" Programmpaket dienen, das praktischerweise gleich mitinstalliert wird, samt einem eigenen Handbuch, dessen Seitenzahl man leider nicht so ohne weiteres feststellen kann, da die Kapitel in einzelnen Dateien abgelegt sind. Das größte von sechs Kapiteln des NAWIPS-Userhandbuchs enthält übrigens 258 Seiten ... puuuhhh!

[3. Edit/Nachtrag]
So, wie die vorgefertigten Grafiken erstellt werden, habe ich nun herausgefunden. Es sind zwei Sets zur Grafikgenerierung als Skripte dabei:
- plot_grads.tch
- wrfems2grads.pl
Davon braucht man das "plot_grads.tch" nur in der Nachverarbeitung aktivieren, damit es seine Dateien erstellt. Beispielausgabe habe ich mal hier hochgeladen:
http://wetter-hilfe.de/wrfems/

Dagegen muß das Skript wrfems2grads.pl erst noch selbst geändert/angepaßt werden, damit es funktioniert. Was für Grafiken damit in der Nachverarbeitung erstellt werden, weiß ich also auch noch nicht.

Was mir bei den manuellen Probeläufen aufgefallen ist: Bei so einer numerischen Wettersimulation werden eine Menge Daten geschoben. Sowohl für die angelegte "Deutschland" Simulation als auch für die "Schleswig-Holstein" Simulation wird vor der Simulation dieselbe Datenmenge von ca. 450 MB heruntergeladen (9 Dateien a ca. 50 MB).

Der Zeitbedarf für die 24-Stunden-Simulation mit Standardeinstellungen ist abhängig von der Größe des simulierten Gebiets: Eine probeweise getestete "Deutschland" Simulation benötigt für einen Durchlauf ca. 7 Stunden, eine "Schleswig-Holstein" Simulation ca. 3 Stunden.

Das bedeutet: Für das Gebiet Deutschland läuft auf einem Atom D510 Prozessor die Simulation bereits für eine 24-Stunden Voraussimulation länger als der zeitliche Abstand zwischen zwei Datengrundlagen (6 Stunden). Die Daten für die Simulationen werden viermal am Tag mit je sechs Stunden zeitlichem Abstand bereitgestellt, deshalb sollte die Verarbeitung der Daten schneller als in sechs Stunden erfolgen. Mit einem Atom D510 ist das nur für einzelne Bundesländer möglich, für eine Deutschlandsimulation (mit den standardmäßigen Grundeinstellungen der Software) innerhalb von 6 Stunden benötigt man aber einen deutlich schnelleren Rechner (oder Rechner-Cluster) als einen Atom D510.

Hardwareabschätzung:
Also mit so einem einfachen und stromsparenden Atom D510 Rechner bekommt man es hin
- für ein Bundesland
- eine 24-Stunden Simulation
so zu fahren, daß sie nach spätestens 6 Stunden online gestellt werden kann. Je nachdem, ob sich jemand auf der Homepage die gerade frisch hochgeladenen Ergebnisse ansieht oder ob er die Seite kurz vor einer neuen Aktualisierung betrachtet, ist der
- Simulationszeitraum 12-18 Stunden voraus

Will man in Realtime weiter als 18 Stunden im voraus das simulierte Wetter veröffentlichen oder einen größeren Bereich als ein Bundesland abdecken, benötigt man entweder extrem leistungsstarke Rechner dafür, oder einen PC-Cluster für verteiltes rechnen, oder man muß an den Standandeinstellungen der Software drehen und die Simulation mit reduzierten Parametern (z.B. größerer zeitlicher Abstand zwischen den Simulationsschritten) als etwas ungenauere Simulation laufen lassen.

Das sieht mir nach einem erheblichen Aufwand für Hardware und Stromverbrauch aus, wenn man mit der Software sinnvoll etwas in Richtung "numerische Wettervorhersage" machen möchte, das entweder überregional ist oder mehr als einen knappen Tag in die Zukunft reicht oder gar beides zusammen.

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Wetterwarte

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Beitrag Verfasst am: 10.06.10 - 15:52    Titel: »Zitat  

Am vergangenen Samstag gelang es mir ebenfalls mit Hilfe von Jürgen ein lauffähiges WRF-System auf die Beine zu stellen. Vielen Dank nochmals dafür. Mich hatte die Frage schon seit einem Jahr geplagt, warum es nie funktionierte. Lösung: Anstatt Ubuntu nutze ich jetzt Fedora 12 und alles ist OK. Gleich bei der ersten Installation hat alles wunderbar funktioniert.

Die Ergebnisse vom Benchmarktest habe ich beigefügt. Es muss dazu gesagt werden, dass die Linux-Distribution in einer virtuellen Maschine unter Windows Vista läuft und den Kern während des Tests nur zu 50 % ausgelastet wurde.

Im Vergleich zu Jürgens ARW-Benchmark ist schön zu sehen, dass sich zeitlich etwas bewegt, wenn eine etwas schnellere CPU genutzt wird. Bei mir waren es immerhin noch 1h 30 min für den Test. Wenn man eine Quad-Core CPU nehmen würde, wäre der Test mit Sicherheit in unter 20 Minuten durchgelaufen.

Daher sehe ich kein Problem darin, auch ganz Mitteleuropa in wenigen Stunden zu rechnen und das mit einem Vorhersagezeitraum von mindestens drei Tagen.

Aber was noch viel wichtiger ist: Unsere Rechner haben gezeigt, dass nicht High-End-Systeme nötig sind, um eine eigene hochwertige Wettervorhersage zu erstellen. Die Ergebnisse sind in ihrer Genauigkeit die gleichen; es nimmt eben nur mehr Zeit in Anspruch.

Ich werde mich noch weiter in die Materie einlesen und hoffentlich auch zu einer eigenen kleinen Regionalkarte kommen. Momentan habe ich nur etwas wenig Zeit, sodass es dazu noch etwas dauern kann. Was ich auf jeden Fall noch machen werde ist eine Anleitung schreiben, welche den Weg von Anfang an erklärt, vielleicht auch aus meiner Sicht, damit auch Windows-Nutzer in den Genuss kommen können.

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Beitrag Verfasst am: 11.06.10 - 07:23    Titel: »Zitat  

Mich würd's ja auch interessieren, aber wenn ich sehe, was da wieder für ein Aufwand vom Betriebssystem her getrieben werden muss, dann nicht. Hatte früher auch mal 'nen Linux-Server im Betrieb, der ist gerade aus diesem Grunde vor zehn Jahren bei mir in den Orcus gewandert. Seitdem habe ich wieder mehr Zeit für andere schöne Sachen.

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Beitrag Verfasst am: 11.06.10 - 07:25    Titel: »Zitat  

Obwohl, so ganz ohne Linux bin ich ja nicht. Zumindest meine Router und NAS laufen auf Linux-Basis.

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Beitrag Verfasst am: 11.06.10 - 17:28    Titel: »Zitat  

bowman hat folgendes geschrieben:
Aufwand vom Betriebssystem her

Im Grunde gibt es nur drei Dinge, welche (der Windowsnutzer) erledigen braucht:

1. VirtualBox installieren
2. Fedora installieren
3. WRF-EMS installieren

Durch die Installation führt dich das Programm. Das Einrichten ist nicht schwer. Es kommt auf die Erklärung an, wie ein Thema beschrieben wird.

Zum Ziel führen bekanntlich viele Wege, nur entscheidend ist, welcher der Leichteste ist. Als normaler Windowsnutzer und bislang Nicht-Linux-Benutzer werde ich eine Anleitung verfassen, welche nachvollziehbar sein wird. Bei Fragen ist das Forum da. Schließlich lebt es von seinen Diskussionen.

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Beitrag Verfasst am: 23.07.10 - 19:38    Titel: »Zitat  

Ich melde mich wieder zurück zum WRF-EMS Thema.

Das Tutorial zur Installation von WRF-EMS ist fertig. Ich werde die Anleitung auf eine neue Homepage packen, da die Projektkategorie auf der Meteo-Dynamics Homepage ausgegliedert werden soll. So kann ich gleich zwei Dinge abarbeiten. Die Anleitung führt bis zum ersten Benchmarktest; soweit, wie ich selbst gekommen bin. Zeitlich ist das WRF Projekt etwas zurückgestellt worden, da ich noch andere Projekte am laufen habe. Aber es nimmt mit dem Tutorial schon Formen an.

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Beitrag Verfasst am: 24.07.10 - 19:03    Titel: »Zitat  

@jusch

Wie lange hattest du für die Berechnung von Schleswig Holstein benötigt?

Nachdem ich eine neue Domain für Ostfriesland angelegt hatte und alle GFS-Grib Dateien heruntergeladen habe, startete ich die Berechnung. Ausgerechnet habe ich 10 Stunden für einen Vorhersagezeitraum von 24 Stunden.

Ist es egal, wie groß die zu berechnende Fläche ist, egal ob Ostfriesland oder Deutschland? Oder einfach nur ein zu langsamer PC?

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Beitrag Verfasst am: 27.07.10 - 15:19    Titel: »Zitat  

Die Anleitung zur Installation von WRF-EMS habe ich jetzt online gestellt. Ihr findet sie auf meiner neuen Website:

www.lison.info

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Beitrag Verfasst am: 28.07.10 - 13:48    Titel: »Zitat  

Wetterwarte hat folgendes geschrieben:
Ausgerechnet habe ich 10 Stunden für einen Vorhersagezeitraum von 24 Stunden.

Ist es egal, wie groß die zu berechnende Fläche ist, egal ob Ostfriesland oder Deutschland? Oder einfach nur ein zu langsamer PC?


Die Berechnung geht um so schneller, je kleiner das Simulationsgebiet definiert ist. Allerdings nimmt die Rechenzeit mit abnehmender Gebietsfläche nur unterproportional ab.

Bei Standardoptionen brauchte mein Atom-Doppelprozessorsystem mit 1 GB RAM für ein großzügig definiertes Deutschland-Gebiet ca. 9 Stunden Rechenzeit und für ein großzügig definiertes Schleswig-Holstein-Gebiet ca. 4,5 Stunden für eine 24-Stunden-Simulation.

Das bedeutet, da die Datenbasis alle 6 Stunden neu geliefert wird: Auf einem vergleichbaren PC-System kann man für Schleswig-Holstein jeden Datensatz alle 6 Stunden simulieren und bekommt damit einen Simulationshorizont von mindestens 12-18 Stunden im voraus. Für Deutschland kann man nur jede zweite Datenbasis in einem Simulationslauf durchlaufen lassen und bekommt damit einen Simulationshorizont von mindestens 0-12 Stunden im voraus.

Wenn man die Wetterentwicklung mit dem Programmpaket länger als 12-18 Stunden für ein Teilgebiet Deutschlands im voraus simulieren möchte, braucht man mehr Rechenpower als so einen Stromspar-PC mit Atom-Doppelprozessor es liefert.

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Beitrag Verfasst am: 28.07.10 - 16:28    Titel: »Zitat  

Von der Fläche ist Ostfriesland nicht groß. Dafür habe ich jetzt anhand deiner Angaben eine Referenz, dass es mitunter an der langsamen CPU liegt.

Ich muss dazu sagen, dass ich die Berechnungen nun auf einem separaten Rechner durchführe, also nicht mehr in einer virtuellen Umgebung. Dies lief noch über einen DualCore ab. Mein Test-PC, wo die Anwendung drauf läuft nutzt nur maximal 1,8 GHz (SingleCore) aus. Den Unterschied merkt man.

Auch wenn es einen etwas stärkeren PC erfordert, bin ich weiter an der Sache dran. Ich finde es toll, was man alles mit WRF-EMS machen kann. Noch stehe ich am Anfang und habe erst die Oberfläche angekratzt. Ich bin gespannt, was es noch alles für Möglichkeiten gibt.

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Beitrag Verfasst am: 28.07.10 - 16:33    Titel: »Zitat  

Die erste Berechnung ist mir jetzt ebenfalls gelungen. Da ich nicht so lange auf das Ergebnis warten wollt (wegen des langsamen PCs), habe ich nur für drei Stunden eine Vorhersage gerechnet. Eben war ich noch dabei, die gewonnenen Daten zu visualisieren. Dabei wird Grads genutzt. Schnell noch die Gribs umgewandelt und schon erhält man die nötigen Grads-Dateien. Hier seht ihr, was für Berechnungs und Visualisierungsmöglichkeiten dabei angeboten werden:

Code:
no4lftx180_0mb  0  132  ** 180-0 mb above gnd Best (4-layer) lifted index [K]
     acpcpsfc  0  63  ** surface Convective precipitation [kg/m^2]
     apcpsfc  0  61  ** surface Total precipitation [kg/m^2]
     capesfc  0  157  ** surface Convective Avail. Pot. Energy [J/kg]
     cape90_0mb  0  157  ** 90-0 mb above gnd Convective Avail. Pot. Energy [J/kg]
     cape180_0mb  0  157  ** 180-0 mb above gnd Convective Avail. Pot. Energy [J/kg]
     cape255_0mb  0  157  ** 255-0 mb above gnd Convective Avail. Pot. Energy [J/kg]
     cdconclm  0  72  ** atmos column Convective cloud cover [%]
     cfrzrsfc  0  141  ** surface Categorical freezing rain [yes=1;no=0]
     cicepsfc  0  142  ** surface Categorical ice pellets [yes=1;no=0]
     cinsfc  0  156  ** surface Convective inhibition [J/kg]
     cin90_0mb  0  156  ** 90-0 mb above gnd Convective inhibition [J/kg]
     cin180_0mb  0  156  ** 180-0 mb above gnd Convective inhibition [J/kg]
     cin255_0mb  0  156  ** 255-0 mb above gnd Convective inhibition [J/kg]
     cpratsfc  0  214  ** surface Convective precip. rate [kg/m^2/s]
     crainsfc  0  140  ** surface Categorical rain [yes=1;no=0]
     csdsfsfc  0  161  ** surface Clear sky downward solar flux [W/m^2]
     csnowsfc  0  143  ** surface Categorical snow [yes=1;no=0]
     dlwrfsfc  0  205  ** surface Downward long wave flux [W/m^2]
     dpt2m  0  17  ** 2 m above ground Dew point temp. [K]
     dpthlev1  0  17  ** hybrid level 1 Dew point temp. [K]
     dpthlev2  0  17  ** hybrid level 2 Dew point temp. [K]
     dpt30_0mb  0  17  ** 30-0 mb above gnd Dew point temp. [K]
     dswrfsfc  0  204  ** surface Downward short wave flux [W/m^2]
     elonsfc  0  177  ** surface East longitude (0-360) [deg]
     evpsfc  0  57  ** surface Evaporation [kg/m^2]
     gfluxsfc  0  155  ** surface Ground heat flux [W/m^2]
     gustsfc  0  180  ** surface Surface wind gust [m/s]
     hcdchcl  0  75  ** high cloud level High level cloud cover [%]
     hgtsfc  0  7  ** surface Geopotential height [gpm]
     hgtprs  39  7  ** (profile) Geopotential height [gpm]
     hgthlev1  0  7  ** hybrid level 1 Geopotential height [gpm]
     hgthlev2  0  7  ** hybrid level 2 Geopotential height [gpm]
     hgtclb  0  7  ** cloud base Geopotential height [gpm]
     hgthtfl  0  7  ** highest trop freezing level Geopotential height [gpm]
     hgtl215  0  7  ** unknown level Geopotential height [gpm]
     hgtclt  0  7  ** cloud top Geopotential height [gpm]
     hgt0deg  0  7  ** 0C isotherm level Geopotential height [gpm]
     hlcy0_1000m  0  190  ** 0-1000 m above ground Storm relative helicity [m^2/s^2]
     hlcy0_3000m  0  190  ** 0-3000 m above ground Storm relative helicity [m^2/s^2]
     hpblsfc  0  221  ** surface Planetary boundary layer height [m]
     icecsfc  0  91  ** surface Ice concentration (ice=1;no ice=0) [fraction]
     landsfc  0  81  ** surface Land cover (land=1;sea=0) [fraction]
     lcdclcl  0  73  ** low cloud level Low level cloud cover [%]
     lftx500_1000mb  0  131  ** 500-1000 mb Surface lifted index [K]
     lhtflsfc  0  121  ** surface Latent heat flux [W/m^2]
     lspasfc  0  154  ** surface Land Surface Precipitation Accumulation [kg/m^2]
     mcdcmcl  0  74  ** mid-cloud level Mid level cloud cover [%]
     mflxsfc  0  172  ** surface Momentum flux [N/m^2]
     msletmsl  0  130  ** mean-sea level Mean sea level pressure (ETA model) [Pa]
     mstav0_100cm  0  207  ** 0-100 cm underground Moisture availability [%]
     mx10spsfc  0  229  ** surface Maximum 10m wind speed between output times [m/s]
     ncpcpsfc  0  62  ** surface Large scale precipitation [kg/m^2]
     nlatsfc  0  176  ** surface Latitude (-90 to +90) [deg]
     pevapsfc  0  228  ** surface Pot. evaporation [kg/m^2]
     pli30_0mb  0  24  ** 30-0 mb above gnd Parcel lifted index (to 500 hPa) [K]
     pratesfc  0  59  ** surface Precipitation rate [kg/m^2/s]
     pressfc  0  1  ** surface Pressure [Pa]
     preshlev1  0  1  ** hybrid level 1 Pressure [Pa]
     preshlev2  0  1  ** hybrid level 2 Pressure [Pa]
     presclb  0  1  ** cloud base Pressure [Pa]
     presclt  0  1  ** cloud top Pressure [Pa]
     prmslmsl  0  2  ** mean-sea level Pressure reduced to MSL [Pa]
     pwat30_0mb  0  54  ** 30-0 mb above gnd Precipitable water [kg/m^2]
     pwatclm  0  54  ** atmos column Precipitable water [kg/m^2]
     refcclm  0  212  ** atmos column Maximum/Composite radar reflectivity [dbZ]
     refcmx1000m  0  232  ** 1000 m above ground Maximum/Composite radar reflectivity between output times [dbZ]
     refdprs  34  211  ** (profile) Derived radar reflectivity [dbZ]
     refd4000m  0  211  ** 4000 m above ground Derived radar reflectivity [dbZ]
     refd1000m  0  211  ** 1000 m above ground Derived radar reflectivity [dbZ]
     rhprs  39  52  ** (profile) Relative humidity [%]
     rh2m  0  52  ** 2 m above ground Relative humidity [%]
     rh30_0mb  0  52  ** 30-0 mb above gnd Relative humidity [%]
     sbt122toa  0  213  ** top of atmos Simulated Brightness Temperature for GOES12, Channel 2 [K]
     sfcrsfc  0  83  ** surface Surface roughness [m]
     shtflsfc  0  122  ** surface Sensible heat flux [W/m^2]
     snodsfc  0  66  ** surface Snow depth [m]
     snomsfc  0  99  ** surface Snow melt [kg/m^2]
     snowcsfc  0  238  ** surface Snow cover [%]
     soilm0_200cm  0  86  ** 0-200 cm underground Soil moisture content [kg/m^2]
     soilw0_10cm  0  144  ** 0-10 cm underground Volumetric soil moisture [fraction]
     soilw10_40cm  0  144  ** 10-40 cm underground Volumetric soil moisture [fraction]
     soilw40_100cm  0  144  ** 40-100 cm underground Volumetric soil moisture [fraction]
     soilw100_200cm  0  144  ** 100-200 cm underground Volumetric soil moisture [fraction]
     sotypsfc  0  224  ** surface Soil type (Zobler) [0..9]
     spfhprs  39  51  ** (profile) Specific humidity [kg/kg]
     spfh2m  0  51  ** 2 m above ground Specific humidity [kg/kg]
     spfhhlev1  0  51  ** hybrid level 1 Specific humidity [kg/kg]
     spfhhlev2  0  51  ** hybrid level 2 Specific humidity [kg/kg]
     spfh30_0mb  0  51  ** 30-0 mb above gnd Specific humidity [kg/kg]
     ssrunsfc  0  235  ** surface Storm surface runoff [kg/m^2]
     tcdcprs  34  71  ** (profile) Total cloud cover [%]
     tcdcclm  0  71  ** atmos column Total cloud cover [%]
     tcolcclm  0  140  ** atmos column Total column condensate [kg/m/m]
     tcoliclm  0  137  ** atmos column Total column cloud ice [kg/m/m]
     tcolrclm  0  138  ** atmos column Total column rain [kg/m/m]
     tcolsclm  0  139  ** atmos column Total column snow [kg/m/m]
     tcolwclm  0  136  ** atmos column Total column cloud water [kg/m/m]
     tmpsfc  0  11  ** surface Temp. [K]
     tmpprs  39  11  ** (profile) Temp. [K]
     tmp2m  0  11  ** 2 m above ground Temp. [K]
     tmphlev1  0  11  ** hybrid level 1 Temp. [K]
     tmphlev2  0  11  ** hybrid level 2 Temp. [K]
     tmp30_0mb  0  11  ** 30-0 mb above gnd Temp. [K]
     tmpclt  0  11  ** cloud top Temp. [K]
     tsoil_300cm  0  85  ** 300 cm underground Soil temp. [K]
     tsoil0_10cm  0  85  ** 0-10 cm underground Soil temp. [K]
     tsoil10_40cm  0  85  ** 10-40 cm underground Soil temp. [K]
     tsoil40_100cm  0  85  ** 40-100 cm underground Soil temp. [K]
     tsoil100_200cm  0  85  ** 100-200 cm underground Soil temp. [K]
     ugrdprs  39  33  ** (profile) u wind [m/s]
     ugrd10m  0  33  ** 10 m above ground u wind [m/s]
     ugrdhlev1  0  33  ** hybrid level 1 u wind [m/s]
     ugrdhlev2  0  33  ** hybrid level 2 u wind [m/s]
     ugrd30_0mb  0  33  ** 30-0 mb above gnd u wind [m/s]
     ulwrfsfc  0  212  ** surface Upward long wave flux [W/m^2]
     ulwrftoa  0  212  ** top of atmos Upward long wave flux [W/m^2]
     uphlsfc  0  227  ** surface Updraft Helicity [m^2/s^2]
     uphlmxsfc  0  228  ** surface Maximum Updraft Helicity between output times [m^2/s^2]
     ustm0_6000m  0  196  ** 0-6000 m above ground u-component of storm motion [m/s]
     uswrfsfc  0  211  ** surface Upward short wave flux [W/m^2]
     vegsfc  0  87  ** surface Vegetation [%]
     vgrdprs  39  34  ** (profile) v wind [m/s]
     vgrd10m  0  34  ** 10 m above ground v wind [m/s]
     vgrdhlev1  0  34  ** hybrid level 1 v wind [m/s]
     vgrdhlev2  0  34  ** hybrid level 2 v wind [m/s]
     vgrd30_0mb  0  34  ** 30-0 mb above gnd v wind [m/s]
     vgtypsfc  0  225  ** surface Vegetation type (as in SiB) [0..13]
     vissfc  0  20  ** surface Visibility [m]
     visclb  0  20  ** cloud base Visibility [m]
     vstm0_6000m  0  197  ** 0-6000 m above ground v-component of storm motion [m/s]
     vvelprs  39  39  ** (profile) Pressure vertical velocity [Pa/s]
     vwsh0_9800m  0  136  ** 0-9800 m above ground Vertical speed shear [1/s]
     wdnmxsfc  0  231  ** surface Maximum downward vertical motion between output times [m/s]
     weasdsfc  0  65  ** surface Accum. snow [kg/m^2]
     wtmpsfc  0  80  ** surface Water temp. [K]
     wupmxsfc  0  230  ** surface Maximum upward vertical motion between output times [m/s]


Edit:

So, jetzt habe ich den Befehl zum Speichern eines Bildes gefunden. Noch sieht das sehr einfach aus, aber es ist meine erste selbstgerechnete Temperaturgrafik von Ostfriesland.

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Gruß Thomas

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